Habgier – Ursache für Armut

Eine weißgoldene Uhr, ein Urlaub in einem fünf Sterne Luxushotel, ein nagelneuer Sportwagen oder eine blonde Frau im roten Abendkleid, die Versuchung lauert überall. Viele Menschen der westlichen Hemisphäre eifern der Anziehungskraft des Konsums nach. Jeder will erfolgreich, wohlhabend, gutaussehend und beliebt sein, kaum einer spendabel, aufopfernd und aufrichtig. Das Fernsehen, Social Media, Zeitungen und Werbeplakate sie alle propagieren uns wie schön und erfüllend es ist populär und begütert zu sein. Junge Menschen werden über Facebook und Instagram Postings dazu verführt materiellen und monetären Dingen hinterher zu laufen.

Wir machen uns Gedanken darüber wie wir uns die nächste Ausführung unseres Smartphones finanzieren können, während wir im selben Atemzug an einem Obdachlosen vorbeilaufen. Die Frau in der Schlange an der Kasse vor uns, hat nicht genügend Geld über um ihren Einkauf zu bezahlen, anstatt ihr den restlichen Betrag zuzusteuern sind wir genervt, sauer das es so lange dauert oder verachten sie für ihre Armut. Die westliche Wohlstandsgesellschaft hat den Bezug zur Realität, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft komplett verloren. Jeder zweite leidet mindestens einmal in seinem Leben an einer Depression, einer länger anhaltenden Verstimmung oder einer Identitätskrise. Die Ursache hierfür liegt oftmals nicht „bei den Flüchtlingen“ oder „bei dem bösartigen Konzern, für den wir arbeiten, der uns aussaugt“ sondern bei uns und unserer Habgier. Wir haben vergessen wie schön es ist anderen zu helfen, und durch das Glück in dem Antlitz unserer Mitmenschen selber Freude zu empfinden.

Die wohlhabendsten zehn Prozent der Menschheit besitzen über neunzig Prozent des Reichtums, die ärmsten zehn Prozent nicht einmal einen Prozent des gesamten Wohlstandes der Welt. Es ist nicht zu leugnen das viele begüterte Menschen den Konsum und die Habgier zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben. Wenn nur zehn Prozent des Reichtums der wohlhabendsten Menschen, an die ärmsten gespendet werden würden, dann wäre Armut ein Fremdwort in unserer heutigen Welt. Was wäre wenn nur einer dieser potenten Herrschaften, von heute auf morgen verarmen würde ? Er oder sie wäre auf die Hilfsbereitschaft und Güte der Mitmenschen angewiesen. Aber die meisten Menschen können, verstrahlt vom Konsum, soweit nicht denken und machen sich sogar über die Menschen lustig die anderen helfen möchten.

Es ist bemerkenswert für was wir unser Geld ausgeben, der eine investiert sein Gehalt in Drogen und Alkohol der andere in Kleidung und überflüssige Produkte. Wir haben kein Problem damit unser Erspartes für Unsinn „auf den Kopf zu hauen“, während unsere Nachbarn hungern und auf ihr kleines Gehalt warten um ihre Familie zu versorgen. Rechtfertigen tun wir unser stupides Verhalten oftmals mit der Aussage: „Ich tue ja was für mein Geld“, viele vergessen nur das nicht jeder so viel Glück hat, in bestimmten Ländern aufgewachsen zu sein, oder Fähigkeiten zu besitzen die momentan hoch vergütet werden.

Diese Gesellschaft ist krank, von Kopf bis Fuß, oft wird von dem „Patienten Afrika“ gesprochen doch viel passender wäre die Rede von dem „Intensiv-Patienten Europa bzw. Nordamerika“. Eine 900 Euro Winterjacke, die neusten Sportschuhe oder das fünfzigste süchtigmachende Videospiel sind nicht zum leben notwendig. Was wirklich zählt ist ein Dach über dem Kopf, genügend Essen um nicht zu verhungern und eine Familie. Alles was darüber hinausgeht ist irrelevant! Wir verschwenden unsere Lebenszeit um Geld zu erwirtschaften für Produkte die niemand braucht, Lebensmittel die uns krank machen und Partys die abartig sind. Wenn wir unsere Zeit schon „verschwenden“, dann doch bitte für unsere nicht so gut situierten Mitmenschen und dritte Welt Länder. Fast niemand glaubt mehr an Gott und seine Worte, doch wer sagt des es ihn nicht gibt ? Jeder von uns sollte sein Lebenskonzept und seine Motive einmal hinterfragen und sich überlegen, ob Habgier wirklich notwendig ist…

The White Lion

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